Cocreatings – wie Zusammenarbeit zu gemeinsamer Wertschöpfung wird

Unternehmerische und persönliche Ziele erreichen.

Cocreatings

Klaus Schein – Begründer des Cocreatings Konzepts
Cocreatings sind die Arbeitsweise, mit der Unternehmen Zusammenarbeit in gemeinsame, messbare Wertgestaltung verwandeln.

 

Cocreatings – wie Zusammenarbeit zu gemeinsamer Wertschöpfung wird.

Warum ich Cocreatings entwickelt habe

Ich habe in vielen Projekten erlebt, wie viel Zeit, Energie und Leidenschaft in die Zusammenarbeit fließt – in Projekten mit OEMs, Zulieferern, Dienstleistern, Start-ups und internen Schnittstellen. Und trotzdem blieb oft unklar, welcher konkrete Wert dabei für den Kunden, das Geschäft und das Ökosystem entsteht.

An einem Punkt wurde mir klar: Wir brauchen einen Arbeitsmodus, der diese Energie bündelt. Einen Modus, in dem sich Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und Unternehmen nicht nur austauschen, sondern gemeinsam Wertpfade gestalten – mit klarer Fragestellung, klarem Rahmen und klaren Belegen. Aus dieser Erfahrung sind Cocreatings entstanden.

Was Cocreatings ausmacht?

Cocreatings sind für mich eine klare Antwort auf eine einfache Frage:

Wie können wir die Zusammenarbeit gestalten, damit für alle Beteiligten ein sichtbarer Wert entsteht?

Drei Elemente sind dabei zentral:

  1. Klarer Wertfokus: Jedes Cocreating beginnt mit einer konkreten Wertfrage. Nicht abstrakt, sondern sehr direkt: Was soll sich für Kunden, Partner oder das Geschäft spürbar und nachweisbar verbessern? Dies kann ein Service-Use-Case, eine technische Lösung, ein Kulturthema oder ein Nachhaltigkeitsziel sein. Diese Frage gibt Orientierung und schafft Maßstäbe für Erfolg.
  2. Im Raum sitzen die richtigen Menschen: diejenigen, die das Thema gemeinsam bewegen können. Menschen aus Entwicklung, Vertrieb, Service, Operations, Key Account sowie – wo passend – Kund:innen, Lieferanten und Partner:innen. Es geht darum, dass verschiedene Perspektiven zusammenkommen, Verantwortlichkeiten klar sind und Entscheidungen möglich werden.
  3. Beleg vor Budget: In einem klar begrenzten Zeitfenster entsteht mindestens ein anschlussfähiger Schritt: ein kleines Experiment, ein Prototyp, ein konkret formulierter Standardentwurf oder eine Entscheidungsgrundlage mit einem „To-Prove“-Punkt. Diese Schritte werden sichtbar dokumentiert und bilden die Grundlage für weitere Entscheidungen, Investitionen und Skalierung.

Cocreatings bilden somit die kleinste Einheit eines VIA-Rhythmus: Value, Ideation, Action. Ein definierter Teil der Arbeitszeit wird bewusst in diese Einheiten investiert, damit aus Zusammenarbeit belegbare Wirkung entsteht.

Welchen Nutzen sehe ich in Cocreatings?

Aus meiner Sicht bringen Cocreatings drei Dinge zusammen, die in vielen Organisationen getrennt laufen:

  1. Wert für Kunden und Geschäft: Wenn alles mit einer klaren Wertfrage beginnt, entstehen Lösungen, die nah an der Realität sind: am Kunden, an Prozessen und an Zahlen. Entscheidungen basieren auf Prototypen, Datenpunkten, Kundensignalen und Felderfahrungen. Die Zeit von der ersten Idee bis zum spürbaren Effekt beim Kunden verkürzt sich. Strategische Themen werden dadurch im Alltag greifbar.
  2. Zusammenarbeit im Ökosystem: Cocreatings stärken die Kooperation zwischen OEMs, Zulieferern, Softwarepartnern, Dienstleistern und Kunden. Rollen und Beiträge werden transparenter, Erwartungen klarer und Governance-Fragen zu Daten, IP, Risiko und Wertverteilung besprechbar. In Verbindung mit einer Entscheidungslogik wie VOTE entsteht eine Struktur, in der gemeinsame Entscheidungen tragfähig und nachvollziehbar werden.
  3. Selbstwirksamkeit und Verantwortung im Inneren: Die Menschen erleben, dass ihr Beitrag zählt und ihre Ergebnisse sichtbar werden. Sie arbeiten mit mehr Selbstführung, übernehmen Verantwortung für den nächsten Schritt und sehen an der „Wall of Proof”, was sie gemeinsam bewegt haben. Das erhöht die Motivation, reduziert Frustration und schafft eine Kultur, in der Initiativen nicht im Sande verlaufen, sondern ihren Weg in Standards und Angebote finden.

Wie Cocreatings zu Ihren bestehenden Ansätzen passen

Cocreatings stehen nicht im Widerspruch zu Ihren bestehenden Ansätzen. Im Gegenteil:

  1. Mit Lean teilen sie den Blick auf Wert und Klarheit. Was im Cocreating entsteht, kann in stabile Prozesse und Standards überführt werden.
  2. Agile Ansätze bringen Rhythmus und Iteration. Cocreatings öffnen diesen Rhythmus für eine funktions- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit.
  3. Design Thinking bringt Nutzerfokus und Kreativität. Cocreatings holen diese Qualitäten in den laufenden Geschäftstakt und bringen sie somit näher an die Realität von Kunden, Linienorganisation und Partnerschaften.

So entsteht ein Zusammenspiel: Cocreatings erzeugen neue Lösungen und Belege, Lean stabilisiert und skaliert, Obeya hält den Überblick, agile Arbeitsweisen sorgen für Takt und Design Thinking für Tiefe in der Problemanalyse.

Wie ein Einstieg aussehen kann

Ein Einstieg in Cocreatings muss kein Großprogramm sein. Oft reicht ein klarer Fokus und ein mutiger Pilot.

  • Ein strategischer Kunde, mit dem Sie gezielt einige Use Cases anders angehen wollen.
  • Eine Schlüsselpartnerschaft, in der es um mehr als Preis und Volumen geht.
  • Ein Transformationsfeld wie Service, Nachhaltigkeit oder digitale Angebote, bei dem Sie schneller zu belastbaren Belegen kommen möchten.

Gemeinsam definieren wir Wertfragen, wählen passende Themen aus, gestalten erste Cocreatings und richten eine einfache „Wall of Proof” ein. Nach wenigen Wochen lässt sich sehen, ob und wie sich die Time to Proof, die Qualität der Ergebnisse und die Zusammenarbeit verändern.

Wenn Sie eines dieser Felder wiedererkennen, reicht oft schon ein erstes gemeinsames Pilotprojekt, um den Unterschied zu erleben.

Wozu ich einlade

Ich verstehe Cocreatings als Einladung:

  • An Unternehmen, die die Zeit ihrer Mitarbeitenden bewusster in Wert investieren wollen.
  • An Partner, die in Beziehungen mehr sehen als Verträge und Rabatte.
  • An Mitarbeitende, die Verantwortung übernehmen wollen und dafür einen Rahmen benötigen.

Wenn Sie spüren, dass die Zusammenarbeit in Ihrem Umfeld mehr Potenzial hat, als heute sichtbar wird, lohnt sich ein Gespräch.

Klaus Schein
Begründer des Cocreating-Konzepts

Ich arbeite mit Unternehmen, die gemeinsam Wert gestalten wollen – mit Klarheit, Evidenz und Respekt für alle Beteiligten.

 

Ausbildung

Cocretings Workshop

Vorschlag für den Inhouse-Workshops

Ziel des Tages:

Ein gemeinsames Verständnis von Cocreating entwickeln, an echten Themen arbeiten und einen ersten Rhythmus für den Einsatz im eigenen Unternehmen definieren.

09:00 – 09:30  Ankommen, Kontext, Zielbild

Kurzvorstellung der Teilnehmenden, Erwartungen einsammeln. Gemeinsame Wertfrage für den Tag schärfen: „Was soll sich durch Cocreatings für Kunden, Partner und unser Geschäft konkret verbessern?”

Output: Gemeinsame Tages-Wertfrage auf einem Board.

09:30 – 10:30 Impuls: Warum Cocreatings – vom Projekt zum Wertpfad

Kurzinput: Von Besprechung zu Wertschöpfung, CVC-Logik, VIA-Zeit.
Vorstellung des Cocreating-Konzepts mit Fokus auf Commitment, Ownership, Co-Creation, Reflexion, Evidenz, Augenhöhe und Time-to-Market.

  • Austausch: Wo passt das in unsere Realität, wo hakt es heute?
  • Output: Gemeinsames Bild, wo Cocreatings im eigenen Umfeld ansetzen.

10:30 – 10:50 Pause

10:50 – 12:15 Cocreating Sprint 1: Arbeiten an einem echten Use Case

Auswahl von ein bis zwei realen Wertfragen aus den Bereichen Vertrieb, Service, Entwicklung oder Partnerbeziehungen.

  • Arbeit in gemischten Gruppen entlang des Codes: – Wertfrage schärfen, Perspektiven sammeln, Optionen skizzieren, ersten Proof-of-Concept-Schritt definieren.
  • Nutzung der VOTE-Logik für eine klare Entscheidung: Was wird bis wann bewiesen und wer übernimmt welche Verantwortung?

Output: 1–2 konkrete To-Prove Sets, inkl. Verantwortliche, Zeit, erwarteter Nutzen.

12:15 – 13:15 Mittagspause

13:15 – 14:00 Auswertung Sprint 1 und erste Wall of Proof

Kurze Pitches aus den Gruppen: Wertfrage, Ansatz, geplanter Proof.

  • Aufbau einer ersten „Wall of Proof“: Visualisierung der Themen, nächsten Schritte und erwarteten Wirkungen.
  • Reflexion: Was hat gut funktioniert, was war ungewohnt, was hat Energie gegeben?

Output: Erste Version der Wall of Proof, sichtbar für alle.

14:00 – 15:10 Cocreating Sprint 2 – Fokus Zeit, Verantwortung, Partner

Zweite Runde mit neuen oder vertieften Themen, diesmal mit explizitem Fokus auf Time-to-Market, Governance und Partnerrolle. Bearbeitung der Fragen: 

  • Wo brauchen wir externe Partner?
  • Welche Daten und Entscheidungen sind nötig?
  • Wie sichern wir Augenhöhe und Verantwortung?

Output: Weitere To-Prove-Sets inkl. Skizze, wie Partner einbezogen werden.

15:10 – 15:30 Pause

15:30–16:15 Verankerung: Vom Tag in den Alltag

Gemeinsame Erarbeitung: Wo verankern wir Cocreatings im Rhythmus (z. B. pro Woche ein Slot je Schlüsselteam, gekoppelt an Obeya, KAM oder Programmsteuerung)?

  • Definition von Rollen: Wer hält die „Wall of Proof” aktuell, wer moderiert und wer achtet auf die VIA-Zeit?

Output: Vorschlag für einen festen Cocreating-Rhythmus und Rollenbild im Unternehmen.

16:15 – 17:00 Abschluss: Entscheidung, Next Steps, Commitment

Sammlung der wichtigsten Learnings:

  • Was nehmen wir mit, was lassen wir weg?
  • Konkrete Entscheidung: Mit welchen drei Themen starten wir, ab wann und mit wem?
  • Persönliches Commitment: „Mein Beitrag im nächsten Monat ist …“

Output: Klar definierter Startplan (Themen, Termine, Verantwortliche) und persönliches Commitment der Teilnehmenden.

Inhouse Workshop: Cocreatings

Dauer: 1 Tag

Budget: Auf Anfrage

360-Grad Leadership

Vielen Dank für Ihr Interesse! 

Um die nächsten Schritte zu planen und einen geeigneten Termin für einen Video-Call zu vereinbaren, teilen Sie uns bitte mit, wann es Ihnen am besten passt. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Klaus Schein

Tel.: 0173 2549448

E-Mail: klaus.schein [at] agilitywork.com